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Tom Hardy schoss aus dem Streaming-Hit „MobLand“ – alle Infos

May 24, 2026  Twila Rosenbaum  6 views
Tom Hardy schoss aus dem Streaming-Hit „MobLand“ – alle Infos

Tom Hardy, einer der bekanntesten Schauspieler Hollywoods, hat seinen Job in der erfolgreichen Paramount+-Serie „MobLand“ verloren. Der Ausstieg erfolgte noch bevor eine dritte Staffel offiziell bestätigt wurde, was bei Brancheninsidern für Aufsehen sorgt. Dabei gilt „MobLand“ als einer der größten Hits des Streamingdienstes. Die erste Staffel, die im März 2025 startete, lockte allein am Premierenabend 2,2 Millionen Zuschauer weltweit und erhielt auf IMDb eine starke Bewertung von 8,3 von 10 Punkten. Staffel 2 wurde bereits abgedreht, doch Tom Hardy wird darin nicht mehr zu sehen sein, wenn es um eine mögliche dritte Staffel geht.

Der Rauswurf: Was wirklich geschah

Die Entscheidung, Hardys Vertragsoption nicht zu nutzen, wurde vom Studio proaktiv getroffen. Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, häuften sich während der Dreharbeiten zur zweiten Staffel die Probleme mit Hardy. Der Schauspieler, der in der Serie den Fixer Harry Da Souza spielt – einen Mann, der für eine Londoner Verbrecherfamilie schmutzige Arbeit erledigt –, soll selbst zu einer Belastungsprobe für die Crew geworden sein. Mehrere Quellen, darunter Puck News, Variety und TheWrap, berichten übereinstimmend von chronischen Konflikten mit Showrunner Jez Butterworth und Produzent David Glasser. Hardy soll regelmäßig zu spät am Set erschienen sein, Dialoge eigenmächtig umgeschrieben und unaufgefordert Drehbuchnotizen an Kollegen verteilt haben.

Laut Matthew Belloni, einem ehemaligen Reporter des Hollywood Reporter, störte Hardy vor allem die Entwicklung der Serie von einem auf ihn zugeschnittenen Fahrzeug zu einem Ensemble-Format. In Staffel 1 stand Hardy im Mittelpunkt, doch in Staffel 2 traten Helen Mirren und Pierce Brosnan als gleichberechtigte Hauptdarsteller auf. Hardy fühlte sich offenbar marginalisiert. Butterworth stellte Paramount+ ein Ultimatum: entweder er oder Hardy. Das Studio entschied sich für den Showrunner. Belloni kommentierte: „Nach einem sehr schwierigen Dreh in der zweiten Staffel war es einfacher, sich von Hardy zu trennen.“ Hardy soll sogar gedroht haben, von sich aus zu gehen, doch das Studio kam ihm zuvor – ein klassischer Schachzug in Hollywood.

Ein Muster, das sich über Jahrzehnte zieht

Der Rauswurf bei „MobLand“ ist kein Einzelfall. Tom Hardys Karriere ist von immer wiederkehrenden Spannungen am Set geprägt. Bereits bei „Mad Max: Fury Road“ (2015) sorgte Hardy für Aufsehen. Kameramann Mark Goell berichtete, dass Hardy eines Tages drei Stunden zu spät am Drehort erschien. Seine Co-Star Charlize Theron, die pünktlich im Truck wartete, geriet daraufhin in Rage. Später erklärte Theron, dass sie sich ohne eine Produzentin, die sie beschützte, nicht mehr sicher gefühlt habe. Die Spannungen zwischen den beiden Hauptdarstellern waren so groß, dass sie kaum ein Wort miteinander wechselten.

Nur wenige Jahre zuvor, bei den Dreharbeiten zu „Lawless“ (2012), kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit Co-Star Shia LaBeouf. Regisseur John Hillcoat bestätigte, dass die beiden Schauspieler getrennt werden mussten. Auch für „The Revenant“ (2015) gibt es Berichte über ein ungewöhnliches Verhalten Hardys. Der Schauspieler soll Regisseur Alejandro González Iñárritu in einem Streit in den Schwitzkasten genommen haben. Iñárritu verteidigte Hardy dennoch öffentlich: „Er ist ein wunderschöner Mensch. Unglaublich sensibel.“

Hardy selbst erklärte das Muster einmal in einem Interview mit dem Hollywood Reporter: „Früher habe ich Regisseure verärgert, weil ich den Drang hatte, mehr als nur ein Schauspieler zu sein. Mir geht es darum, Probleme zu lösen. Aber das Team möchte nur, dass man den Mund hält.“ Diese Selbsterkenntnis scheint jedoch in der Praxis nicht immer umsetzbar gewesen zu sein – genau das ist bei „MobLand“ schiefgelaufen.

Tom Hardys Karriere im Überblick

Tom Hardy wurde 1977 in London geboren und begann seine Schauspielkarriere Anfang der 2000er Jahre mit Rollen in Filmen wie „Black Hawk Down“ (2001) und „Star Trek: Nemesis“ (2002). Seinen Durchbruch feierte er jedoch 2008 mit der Hauptrolle in dem britischen Gefängnisdrama „Bronson“, für das er über 20 Kilogramm Muskelmasse zulegte. Es folgten Rollen in „Inception“ (2010) und „Warrior“ (2011), bevor er als Bane in „The Dark Knight Rises“ (2012) weltbekannt wurde. Seine Darstellung des Verbrecher-Genies Bane – mit einer markanten Stimme und beeindruckender Physis – gilt als einer der denkwürdigsten Momente der Batman-Filmreihe.

2015 spielte Hardy die Hauptrolle in „Mad Max: Fury Road“ an der Seite von Charlize Theron. Der Film wurde von der Kritik hochgelobt und gewann sechs Oscars. Hardys Karriere erreichte neue Höhen mit der Titelrolle in „Venom“ (2018), der weltweit über 850 Millionen Dollar einspielte. Die Fortsetzung „Venom: Let There Be Carnage“ (2021) war ebenfalls erfolgreich. Hardy übernahm auch die Hauptrolle in der Crime-Serie „Taboo“ (2017), die er gemeinsam mit seinem Vater entwickelte. Dennoch blieb sein Ruf am Set zwiespältig.

Braucht „MobLand“ überhaupt Tom Hardy?

Die Frage, ob eine Serie ohne ihren Hauptdarsteller überleben kann, beschäftigt die Fernsehbranche seit Jahrzehnten. Die Beispiele sind gemischt. „The Walking Dead“ verlor seinen Hauptdarsteller Andrew Lincoln in Staffel 9 und lief noch vier weitere Staffeln erfolgreich weiter. „Suits“ erlebte nach dem Abgang von Meghan Markle einen explosionsartigen Zuschauerzuwachs auf Netflix und gewann ganz neue Millionen. Auf der anderen Seite konnte sich „Two and a Half Men“ nach der Entlassung von Charlie Sheen im Jahr 2011 nie wieder richtig erholen, obwohl Ashton Kutcher ein sprang. Die Serie wurde nach drei weiteren Staffeln eingestellt. „Moonlighting“ wurde nach dem Weggang von Bruce Willis einfach abgesetzt – ein frühes Beispiel dafür, wie stark eine Serie von ihrer Besetzung abhängt.

Im Fall von „MobLand“ scheint das Studio auf ein Ensemble zu setzen. Die prominente Besetzung mit Helen Mirren und Pierce Brosnan bietet starke Alternativen. Zudem ist die Serie von Showrunner Jez Butterworth geschrieben, der für seine komplexen Charaktere bekannt ist. Butterworth schrieb unter anderem die Drehbücher zu „The Last of the Mohicans“ und „Ford v Ferrari“. Die Serie könnte sich also neu erfinden – ähnlich wie es „The Crown“ nach dem Austausch seiner Darsteller tat. Ob allerdings das Publikum Hardy vermissen wird, bleibt abzuwarten. Die erste Staffel erhielt hohe Zustimmungsraten, aber es gibt keine Garantie, dass der Abgang des Hauptdarstellers nicht einschneidend ist.

Hintergründe zur Produktion von „MobLand“

„MobLand“ spielt im Londoner Untergrund und handelt von einer Verbrecherfamilie, die von der Matriarchin (Helen Mirren) und ihrem Sohn (Pierce Brosnan) geführt wird. Tom Hardy spielt Harry Da Souza, einen Mann, der für die Familie unangenehme Aufgaben erledigt – ein moderner „Fixer“. Die Serie wurde von Guy Ritchie produziert, der auch Regie bei der ersten Staffel führte. Ritchie ist bekannt für seine schnellen, stylischen Gangsterfilme wie „Snatch“ und „Lock, Stock and Two Smoking Barrels“. „MobLand“ verbindet diesen Stil mit einer düsteren, seriellen Erzählweise, die an „Peaky Blinders“ erinnert.

Die zweite Staffel wurde im März 2026 fertig gedreht. Darsteller Emmett J. Scanlan bestätigte dies in einem Interview. Ein genauer Starttermin steht noch nicht fest, aber Branchenquellen rechnen mit einem Release gegen Ende des Jahres 2026. In Deutschland ist Paramount+ auch über Amazon Prime Video abrufbar, was die Reichweite zusätzlich erhöht. Die Serie wird in zwei Teilen ausgestrahlt, um die Aufmerksamkeit hochzuhalten. Der Rauswurf von Hardy könnte zum strategischen Zeitpunkt auch bewusst an die Öffentlichkeit gegeben worden sein, um den Hype für die zweite Staffel zu steigern – oder um von positiven Bewertungen zu profitieren.

Die Reaktion der Branche und der Fans

In den sozialen Medien löste die Nachricht gemischte Reaktionen aus. Viele Fans zeigten sich überrascht und enttäuscht, da Hardy in der ersten Staffel große Anerkennung erhielt. Andere wiesen darauf hin, dass Hardys Verhalten auch in der Vergangenheit zu Spannungen geführt habe und eine Entlassung daher nicht überraschend komme. Branchenkenner lobten die Entscheidung des Studios, den Showrunner zu priorisieren – ein Zeichen dafür, dass die kreative Kontrolle in einer Serie wichtiger sei als einzelne Stars. Dieses Vorgehen wird auch mit Blick auf andere Serien wie „House of Cards“ oder „Orange Is the New Black“ beobachtet, bei denen Hauptdarsteller nach Skandalen ausgetauscht wurden.

Tom Hardy selbst hat sich bisher nicht öffentlich geäußert. Sein Management ließ lediglich verlauten, dass er sich auf neue Projekte konzentriere. Gerüchte über eine mögliche Rückkehr zur Rolle des Venom oder ein eigenes Spin-off von „Mad Max“ halten sich hartnäckig. Hardys Zukunft in Hollywood bleibt jedenfalls ungewiss, auch wenn sein Talent unbestritten ist.


Source: Die heutigen Nachrichten News


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