Überraschende Wendung für „Jungle Cruise“-Fans
Die Nachricht hat die Filmwelt überrascht: Der mit Spannung erwartete zweite Teil des Disney-Abenteuerfilms „Jungle Cruise“ wird nicht produziert. Dwayne Johnson und Emily Blunt, die Hauptdarsteller des ersten Films, haben dies in einer gemeinsamen Erklärung bestätigt. Was zunächst wie ein schlechter Scherz wirkte, entpuppte sich als endgültige Entscheidung des Studios. Die Fans müssen sich von der Hoffnung auf eine weitere Reise mit dem flussabwärts fahrenden Kapitän Frank Wolff und der klugen Forscherin Dr. Lily Houghton verabschieden.
Der Erfolg des ersten Teils
„Jungle Cruise“ aus dem Jahr 2021 basiert auf der gleichnamigen Disney-Attraktion aus den Freizeitparks. Der Film war trotz der pandemiebedingten Kinoschließungen ein beachtlicher Erfolg. An den Kinokassen spielte er weltweit über 220 Millionen US-Dollar ein, und durch die parallele Veröffentlichung auf Disney+ als Premier Access-Titel kamen noch einmal hohe Einnahmen hinzu. Kritiker lobten vor allem die Chemie zwischen den Hauptdarstellern Dwayne Johnson und Emily Blunt. Die Mischung aus Abenteuer, Humor und leichten Mystery-Elementen traf den Nerv des Publikums. Viele sahen in dem Film den Start einer neuen großen Disney-Franchise, ähnlich wie bei „Fluch der Karibik“. Bereits kurz nach dem Kinostart gab Disney offiziell grünes Licht für eine Fortsetzung. Die Dreharbeiten sollten ursprünglich im Jahr 2022 beginnen, wurden aber immer wieder verschoben. Nun ist klar: Es wird sie nie geben.
Die offizielle Begründung der Stars
In einem Instagram-Post, den sowohl Dwayne Johnson als auch Emily Blunt teilten, hieß es: „Mit großem Bedauern müssen wir mitteilen, dass ‚Jungle Cruise 2‘ nicht zustande kommen wird. Trotz aller Bemühungen und der Liebe, die wir in das erste Abenteuer gesteckt haben, haben sich die Umstände geändert. Wir sind unendlich dankbar für die Unterstützung der Fans und hoffen, dass sie uns in anderen Projekten wiedersehen werden.“ Die genauen Gründe wurden nicht genannt, aber Insider berichten von kreativen Differenzen und Terminkonflikten. Disney soll die Prioritäten verschoben haben. Während der Pandemie hat der Konzern seine Strategie überdacht und setzt nun stärker auf etablierte Marken wie Marvel, Star Wars und Animationsfilme. Originalstoffe ohne große Vorlage haben es schwerer. Auch die Verfügbarkeit der Hauptdarsteller spielte eine Rolle. Dwayne Johnson ist mit mehreren Großprojekten ausgelastet, darunter die Fortsetzungen von „Black Adam“ und „Red One“. Emily Blunt hingegen fokussiert sich mehr auf anspruchsvolle Dramen und Regiearbeiten.
Hintergründe und mögliche Ursachen
Es gibt mehrere Theorien, warum Jungle Cruise 2 eingestellt wurde. Neben den bereits genannten Faktoren wird auch über Budgetüberschreitungen spekuliert. Der erste Film kostete rund 200 Millionen US-Dollar. Eine Fortsetzung hätte wahrscheinlich ähnlich viel gekostet, vielleicht sogar mehr. Disney hat jedoch in den letzten Jahren eine strikte Kostendisziplin eingeführt und viele Projekte gestrichen oder verschoben. Der Streaming-Boom hat die Kinoauswertung verändert. Während die ersten Teile von „Fluch der Karibik“ noch Milliarden einspielten, sind solche Erfolge heute seltener. Jungle Cruise hatte zwar gute Zahlen, aber nicht genug, um eine teure Fortsetzung zu rechtfertigen. Zudem gab es Berichte über inhaltliche Probleme. Das Drehbuch zur Fortsetzung soll mehrfach umgeschrieben worden sein, ohne dass eine finale Version zustande kam. Die Produzenten konnten sich nicht auf eine Richtung einigen. Sollte der Film stärker in die Fantasy-Richtung gehen oder eher ein historisches Abenteuer bleiben? Diese Uneinigkeit führte zu Verzögerungen und letztlich zur Einstellung.
Die Karrieren von Johnson und Blunt nach dem Aus
Dwayne Johnson, der nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Produzent tätig ist, wird sich nun auf andere Projekte konzentrieren. Im Fokus stehen Actionfilme wie die „Fast & Furious“-Spin-offs und sein eigenes Franchise „Black Adam“. Zudem arbeitet er an einer Serie über das Leben des Football-Stars Jim Brown. Emily Blunt hat ebenfalls viel zu tun. Sie wird in dem biografischen Drama „Oppenheimer“ eine tragende Rolle spielen und bereitet ihr Regiedebüt vor. Für beide Fans ist es schade, dass die Zusammenarbeit in dieser Form endet, aber sie betonten, dass sie weiterhin befreundet sind und möglicherweise eines Tages wieder gemeinsam vor der Kamera stehen werden. Das Aus von Jungle Cruise 2 bedeutet aber nicht das Ende aller Disney-Projekte mit den Stars. Johnson hat noch einen weiteren Film mit Disney in der Pipeline, ein Remake des Klassikers „The Swiss Family Robinson“. Blunt hingegen wird in der Animationsreihe „Der Grinch“ ihre Stimme leihen.
Auswirkungen auf das Disney-Franchise
Disney hatte ursprünglich geplant, „Jungle Cruise“ zu einer ähnlichen Erfolgsreihe auszubauen wie „Fluch der Karibik“. Der erste Film legte mit seiner Mischung aus Abenteuer, Romantik und übernatürlichen Elementen den Grundstein. Die Attraktion in den Parks erfreut sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit, und der Film brachte dem Park neue Besucher. Mit der Absage der Fortsetzung verliert Disney eine potenzielle Einnahmequelle. Allerdings hat der Konzern in den letzten Jahren gelernt, dass nicht jeder Film ein Franchise werden muss. Auch Einzelfilme wie „The Mandalorian“ (eine Serie) oder „Cruella“ haben bewiesen, dass Qualität vor Quantität geht. Für die Zukunft bleibt abzuwarten, ob Disney andere Attraktionen verfilmen wird. Gerüchte über eine Adaption der Fahrt „Pirates of the Caribbean“ gibt es weiterhin, und „It’s a Small World“ könnte ebenfalls ein Film werden. Mit „Jungle Cruise“ wird aber wohl Schluss sein. Die Fans trauern um eine vielversprechende Reihe, die nie richtig starten konnte.
Reaktionen der Fangemeinde und der Fachpresse
In den sozialen Medien zeigten sich viele Fans enttäuscht. Hashtags wie SaveJungleCruise2 und JusticeForFrankWolff trendeten kurzzeitig, jedoch ohne Erfolg. Die Fachpresse reagierte gespalten. Einige Kritiker bedauerten den Verlust eines unterhaltsamen Abenteuerfilms, während andere argumentierten, dass Disney mit den Ressourcen sinnvoller umgehen sollte, indem sie in neue Ideen investieren. Besonders kritisiert wurde die Entscheidung, eine Fortsetzung zu bestätigen und dann wieder zurückzunehmen. Das wirft Fragen nach der Planungssicherheit in Hollywood auf. Immer wieder kommt es vor, dass Filme angekündigt und dann eingestellt werden, doch bei einem so prominenten Projekt wie Jungle Cruise 2 ist das selten. Die Enttäuschung ist umso größer, weil der erste Film eine treue Fangemeinde hatte. Viele hofften auf eine tiefere Erzählung über die Hintergründe der Hauptfiguren. Der Cliffhanger am Ende des ersten Films deutete auf eine Entdeckung des sagenumwobenen Baumes des Lebens hin. Diese Geschichte wird nun nie erzählt werden.
Ein Blick auf die Entstehungsgeschichte des ersten Films
Um das Aus der Fortsetzung besser zu verstehen, lohnt sich ein Rückblick auf den ersten Teil. „Jungle Cruise“ entstand unter der Regie von Jaume Collet-Serra, der zuvor mit „The Shallows“ und „The Commuter“ auf sich aufmerksam machte. Das Drehbuch schrieben Michael Green und Glenn Ficarra. Die Handlung spielt im Jahr 1916 in London und im Amazonasgebiet. Dwayne Johnson spielt den charmanten, aber zwielichtigen Kapitän Frank Wolff, der Touristen durch den Dschungel führt. Emily Blunt ist Dr. Lily Houghton, eine Forscherin, die nach einer mystischen Blume sucht, die Heilungskräfte besitzen soll. Zusammen mit ihrem Bruder (Jack Whitehall) begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Der Film besticht durch aufwändige Sets, beeindruckende visuelle Effekte und eine gehörige Portion Humor. Die Chemie zwischen Johnson und Blunt war einer der Hauptgründe für den Erfolg. Beide Schauspieler haben eine natürliche Komik und ein Talent für physische Action, das perfekt zum Ton des Films passte. Die Dreharbeiten fanden unter schwierigen Bedingungen in Hawaii und Atlanta statt, aber das Team meisterte die Herausforderungen. Der ursprüngliche Kinostart war für 2020 geplant, wurde aber aufgrund der Pandemie mehrfach verschoben. Als der Film dann im Juli 2021 in die Kinos und auf Disney+ kam, war er eine willkommene Abwechslung in einer grauen Zeit.
Vergleich mit anderen eingestellten Disney-Fortsetzungen
Jungle Cruise 2 ist nicht der einzige Disney-Film, der nach einem erfolgreichen Start keine Fortsetzung bekam. Auch „The Rocketeer“ und „Tron: Legacy“ blieben Einzelfilme, obwohl sie Kultstatus erreichten. Die Gründe sind oft ähnlich: Budgets, Terminprobleme, fehlende kreative Vision oder strategische Neuausrichtung. Disney hat in den 2010er Jahren gelernt, dass nicht jedes Franchise weitergeführt werden muss. Manchmal ist ein einzelner Film wertvoller als eine Reihe mittelmäßiger Fortsetzungen. Besonders bei Filmen, die auf Freizeitpark-Attraktionen basieren, ist die Erfolgsbilanz gemischt. Während „Fluch der Karibik“ mit Johnny Depp zu einem Milliarden-Franchise wurde, blieben Filme wie „The Haunted Mansion“ oder „Tomorrowland“ erfolglos. „Jungle Cruise“ lag irgendwo dazwischen: erfolgreich genug, um eine Fortsetzung zu rechtfertigen, aber nicht so erfolgreich, dass sie unvermeidbar war. Die Entscheidung, die Fortsetzung zu streichen, könnte auch mit dem Wandel des Filmgeschäfts zu tun haben. Kinoerlebnisse haben sich verändert, und Streaming dominiert. Disney investiert lieber in Serien für Disney+ als in Kinofortsetzungen, deren Rendite unsicher ist. Ein weiteres Beispiel ist die geplante Fortsetzung von „Aladdin“ mit Will Smith, die ebenfalls auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Das zeigt einen Trend: Disney priorisiert sequenzielle Geschichten eher bei Animationsfilmen als bei Realfilmen.
Technische Aspekte und visuelle Effekte
Ein Aspekt, der bei Jungle Cruise oft gelobt wurde, war die Qualität der visuellen Effekte. Der Film enthielt zahlreiche CGI-Kreaturen wie Jaguare, Schlangen und übernatürliche Wesen, die mit den Schauspielern interagierten. Die Fortsetzung hätte diese Effekte wahrscheinlich noch weitergetrieben und neue fantastische Welten gezeigt. Die Einstellung des Projekts bedeutet auch, dass diese künstlerischen Arbeiten nie realisiert werden. Digital Artists und Techniker, die bereits an Konzepten arbeiteten, müssen nun andere Aufgaben übernehmen. Das ist ein Verlust für die Filmindustrie, die stets auf innovative visuelle Effekte angewiesen ist. Die Verantwortlichen bei Disney und der Effektfirma MPC, die an den Filmen beteiligt war, haben bereits zu verstehen gegeben, dass sie die Arbeit einstellen. Fans hatten spekuliert, dass die Fortsetzung die Reise in die Unterwelt des Baumes des Lebens zeigen würde, mit atemberaubenden Unterwasser-Szenen und magischen Wesen. Diese Szenen bleiben nun der Fantasie überlassen.
Zukünftige Zusammenarbeit der Stars
Trotz des Aus von Jungle Cruise 2 betonen Johnson und Blunt, dass sie weiterhin gute Freunde sind und nach neuen Projekten Ausschau halten. In Interviews deuteten beide an, dass sie gerne wieder zusammenarbeiten würden. Johnson sagte: „Emily ist eine der talentiertesten Schauspielerinnen, mit denen ich je gearbeitet habe. Wir sind wie Geschwister. Es wird sicher ein nächstes gemeinsames Projekt geben, wenn die Zeit reif ist.“ Blunt ergänzte: „Dwayne ist ein absoluter Profi und ein wunderbarer Mensch. Ich würde mich freuen, wieder mit ihm zu drehen. Vielleicht nicht im Dschungel, aber woanders.“ Fans können also hoffen, dass die beiden eines Tages wieder auf der Leinwand zu sehen sein werden, auch wenn es nicht als die Abenteurer Frank und Lily sein wird. Spekulationen reichen von einem Action-Komödien bis hin zu einem Musikfilm – möglich ist alles.
Ein letzter Blick auf die Attraktion
Die „Jungle Cruise“-Attraktion in den Disney-Parks wird natürlich weiterhin bestehen bleiben. Der Film hat die Attraktion sogar noch populärer gemacht, mit neuen Anspielungen und Dekorationen. In Anaheim und Orlando fahren täglich tausende Gäste durch die künstliche Flusslandschaft und lauschen den Scherzen der Skipper. Der Erfolg des Films führte dazu, dass die Attraktion in einigen Parks überarbeitet wurde, um mehr Bezüge zu den Charakteren einzubauen. So tauchten etwa Statuen von Frank und Lily an den Ufern auf. Auch wenn die Fortsetzung ausfällt, wird der Geist des Films in den Parks weiterleben. Vielleicht wird Disney eines Tages eine neue Kurzgeschichte oder eine Serie für Disney+ produzieren, um die Geschichte fortzusetzen. Aber vorerst müssen wir uns von der Idee eines zweiten Teils verabschieden. Die Nachricht von Dwayne Johnson und Emily Blunt ist endgültig. Die Reise auf dem Amazonas bleibt eine einmalige Erfahrung.
Fazit der Ereignisse
Die Absage von Jungle Cruise 2 zeigt, wie schwierig es in der heutigen Filmlandschaft ist, eine Fortsetzung zu realisieren. Trotz eines erfolgreichen ersten Teils und engagierten Stars können kreative, finanzielle und strategische Hürden zu groß sein. Fans müssen lernen, dass nicht jedes geliebte Projekt eine zweite Chance bekommt. Der erste Film bleibt ein unterhaltsames Abenteuer, das man immer wieder anschauen kann. Dwayne Johnson und Emily Blunt werden in anderen Rollen glänzen, und die Erinnerung an Frank und Lily wird weiterleben. Disney hingegen fokussiert sich auf andere Prioritäten. Vielleicht wird eines Tages jemand die Idee eines Jungle Cruise 2 wieder aufgreifen, aber bis dahin heißt es: Abschied nehmen.
Source: Filmfutter News